Die Mutter unserer Autorin hat ADHS. Was bedeutet das für ihre Tochter?

http://www.sueddeutsche.de/leben/adhs-ein-grosses-kind-1.2778159

als ich den artikel fand, war mir (kurz vorm lesen) bang zumute, bin ich doch selber ne mutter mit adhs (und autistischen zügen) , und mir waren meine unzulänglichkeiten als meine tochter klein war,  nur allzu bewußt

zb. haßte ich jegliche art von kindergarten/schul-zwangs-bastel-feier-sozialisiererei und hab mich gedrückt wo immer das möglich war

ich bin auch nicht so der small-talk-held, gespräche über pandemien, psychiatrie, therapie-methoden, sprich,  ihr ahnt es schon, jedes meiner SI (special interest) sind okay, und ich kann gespräche echt schnell umbiegen, auf eins meiner SI …aber dumm, inhaltslos und langweilig übers wetter rumschwallen, mußte ich mir erst eisern antrainieren

beim lesen mußte ich doch schmunzeln, weil meine tochter (ohne jeglichen autistischen zug, nicht mal ne winzige lok) der mama viel mehr ähnelt 😀

bei uns war ich diejenige die ausschließlich schwarz trägt, auch noch rote haare hat, überpünktlich ist, listen über alles mögliche führt, termine doppelt und dreifach einträgt (wofür gibt es reminderfox und handys….und kalender) immer zu früh kommt und genervt ist, wenn jemand beim telefonieren mit mir noch mit einem dritten redet

trotzdem war ich mirakulöserweise meiner tochter nie peinlich, zumindest hat sie es mir nicht direkt gesagt,….im gegenteil, ich hatte ein unglaublich intelligentes, vielseitig interessiertes und hinterfragendes kind, das ich auch gemocht hätte, wenn sie nicht meine tochter wäre, ich habe es genossen, das sie sich auch mit 16 noch an mich gekuschelt hat, beim busfahren

meine tochter kann ganz viel, was ich nicht kann, und ich ganz viel, was sie nicht kann, zusammen waren wir ein cooles team, so richtig ist uns das, glaube ich, beiden erst bewußt geworden, als sie 600 km weit weg zog

sie ist die VIEL geduldigere und intuitivere mutter und ich bewundere sie abgrundtief, wie sie trotz 2 kindern ihren haushalt im griff hat

ich bin gespannt was ihre söhne schreiben werden, wenn sie erwachsen sind, ich glaube, ich druck den artikel aus, und schenk sie enkel 1 zum 18 (direkt dannach flüchte ich, wahrscheinlich gemeinsam mit ihm,  in einen atombombensicheren bunker)

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An die Menschen, dessen Herzen zu groß für diese Welt ist

An all die Menschen, die immer schon fühlten, sie hätten so viel Liebe zu geben, aber niemanden, um sie zu geben.
An all diejenigen, die manchmal so leidenschaftlich fühlen, als würde ihr Herz jeden Moment aus ihrer Brust herausschlagen. An jene, die sich jemals von dieser Welt geborgen fühlten, oder von jemandem in ihr. Lass los. Sei mutig und sei schön. Lebe absichtsvoll.
Es ist besser ein Herz zu haben, welches größer als das Leben ist, und das Leben bitten, sich auszudehnen, als versuchen das einzig Lebenswerte einzusperren. Sei stolz auf alles, was du liebst. Liebe heftig, aber besinne dich der Dinge, die deines Herzens wert sind. Es ist ein kostbares Geschenk, welches, je grösser es ist, so scheint es, desto leichter wird es von Menschen unbewusst genommen.

Wenn du Teile deines Herzens verteilst, vergiss dich selbst nicht.

Eine der schönsten Liebesbeziehungen, zu der wir fähig sind, ist diejenige mit uns selbst. Manche von uns sind Geber. Wir sind berauscht von der Erfüllung, die Quelle für jemandes Glück zu sein, von der unermüdlichen Liebe zu anderen, dass all ihre Traurigkeit dahinschmilzt.
Du hast ein unstillbares Bedürfnis Menschen zu helfen, und eine Seele mit einer Immunität für jegliche Logik, die dagegen spricht. Aber manchmal gibst du so viel, dass nichts für dich selbst bleibt – nichts, um wieder neue Kräfte zu tanken. Du musst dir Zeit nehmen, dich selbst zu lieben. Nicht nur beiläufig, sondern mit ganzem Herzen.
Tue, wo du dachtest, du könntest es nicht. Sei, wer du schon immer sein wolltest. Hab keine Angst, dich und dein Leben zu lieben. Wenn du wirklich glücklich bist, wird es so viel leichter sein, anderen Menschen Glück zu bringen. Gib ein Stück deines Herzens dir selbst – und seine Größe wird sich verzehnfachen – du wirst noch mehr haben, um es anderen zu geben.
Es ist keine Schande hier und da selbstsüchtig zu sein. Manchmal müssen wir es sein, um festzustellen, wie wir am besten in die Welt passen.

Liebe dich. Liebe dich. Liebe dich. Andere lieben wird leicht folgen.

Vergiss dein Solo nicht… dein Herz hat einen wundervollen Beat. Tanze dazu.

Du hast wunderschöne Sachen der Welt anzubieten, und ein Schicksal voll von Überraschungen. Warum bestehst du darauf, das Rampenlicht deines Lebens zu teilen, wenn du geschaffen wurdest, um zu scheinen? Deine Talente und Schönheit müssen von der Welt gesehen werden – und gefeiert. Also, warum vergisst du das Solo in deinem unermüdlichen Streben nach einem Duett?
Du möchtest so sehr die Bühne mit jemandem teilen, dass du langsam die Möglichkeit verneinst, allein zu glänzen. Wisse, Liebe ist nicht ein Bemühen jemanden zu finden, der dein Duett komplettiert. Du allein musst ganz sein. Deine Stärke sollte aus dem Inneren kommen. So wirst du immer jemanden finden.
Sei nicht angewiesen auf andere, um sich eines Applauses würdig zu fühlen – du allein bist absolut fähig „standing ovations“ zu bekommen. Du kannst die Bühne mit einem Partner teilen, aber tue es bitte als Gleichwertige. Verneine nicht, dass deine Schönheit die Person bereichert, die du bist, und erlaube anderen die Originalität deiner außergewöhnlichen Seele zu sehen.
Liebe bedeutet nicht das perfekte Duett finden. Sie bedeutet ein anderes Solo zu finden, welches das perfekte Gegenstück ist, welches du in Ehrfurcht Millionen mal anschauen könntest und trotzdem immer wieder betrachten möchtest.
Sie bedeutet dein Solo zu performen und zu wissen, ohne Zweifel, jedes Mal, wenn du ins Publikum blickst, wirst du Liebe in den Augen jener Person sehen, die dir zuerst applaudiert. Sie ist ein Zusammenspielen mit einer Individualität, die nahtlos in ein vollkommen neues Meisterwerk fließt, aber du weißt, es ist nicht für die Bühne gedacht.
Du weißt, dass kein anderer Mensch diese Schönheit zu würdigen weiß, wie ihr beide, aber es macht dir nichts aus. Weil die Liebe und Ehrfurcht, die du dabei fühlst, ist mehr als genug. Du weißt, es braucht nicht im Rampenlicht zu sein. Dieses Spiel ist zu wertvoll, als dass es einer Prüfung unterzogen werden soll. So besinne dich auf dein Solo und genieße das Rampenlicht.

Liebe ist kein Rennen. Liebe ist eine Reise, welche keine Grenzen kennt. Sie spielt nicht nach Regeln, und sie unterwirft sich auch nicht Vater Zeit. Sei geduldig.
Warte auf die Liebe, die ein nie endendes Feuer tief in deiner Seele entfacht. Warte auf das Brennen, welches es wert ist, auszuharren – denn Liebe brennt, das ist gewiss. Es wird nicht leicht sein.
Jede Reise hat Hindernisse und jeder Reisende wird deswegen am Ende ein besserer Mensch. Wenn du ihn magst, weil er dich hübsch nennt oder weil er dich die Traurigkeit in deinem Leben vergessen lässt, dann ist er es nicht. Das ist kein Feuer. Es ist nur bequem. Sei nicht feige, wenn es um Liebe geht.
Begnüge dich nicht mit dem Leichten aus Angst, niemand kommt sonst des Weges. Geh kühn ins Unbekannte. Halte deine Augen und dein Herz offen – du weißt nie, wann das Feuer entfacht.
Herzen sind nicht geschaffen, um unbeschadet zu bleiben. Die mit riesigen Herzen wissen, sie lassen einen Teil liegen, überall, wo sie auftauchen. Sie können nicht verschlossen oder geschützt bleiben. Das heißt aber nicht, dass jeder Zugriff darauf hätte. Du hast die Macht zu wählen, wer oder was das Privileg hat, ein Stück deines Herzens zu bekommen.
Hab keine Angst zu lieben. Im Gegenteil, leg größeren Wert auf die Liebe, die du zu geben hast. Erkenne deinen Wert und die Macht in deiner Seele.

ein Gastebeitrag von J.B.-L

VERLIEBEN IST EIN SPIEL MIT DEINER LIEBE

Du verliebst dich nie in einen Menschen, das ist eine Illusion.
Du verliebst dich immer nur in die Aspekte von dir, die du liebst. Die spiegelt dir der andere.
Verliebtheit ist ein Spiel und dient dir, um die Liebe in dir zu entdecken und deine Liebe ist unendlich.

Verliebtheit bedeutet, du bist mit allem einverstanden, was dir der andere gerade spiegelt.
Hört das Verliebtsein „in einen anderen“ auf, scheinst du gefüllt zu sein.
Hier entscheidet sich, ob du keine Bestätigung mehr für dich brauchst und selbstverliebt deinen Part einer liebevollen Beziehung einnimmst oder aufgrund der mangelnden Anziehung den Menschen nicht mehr brauchst und wieder nach jemandem Ausschau hälst, der dir zeigt, was an dir liebenswürdig ist.

Solange du dich nur in der Verliebtheit geliebt fühlst, solange hast du Angst, dich voll und ganz zu zeigen, dich selbst voll und ganz zu lieben.
Wenn du Angst vor deiner eigenen Größe und unbändigen, bedingungslosen Liebe hast, wirst du dich nie in Menschen verlieben, die dir deine Größe und Liebe spiegeln.

Außer du erlaubst dir, das Risiko einzugehen, von dieser Liebe überrollt, überfordert, ‚getötet‘ zu werden!
Aber bei letzterem bräuchtest du dann wenigstens keine Angst mehr zu haben.

Allerdings wird dich auch nichts Geringeres als diese Größe und diese, unbändige, verspielte Liebe mehr inspirieren.

Du hast die Wahl!
Du bist immer ein attraktives Angebot, ob du es zulässt oder nicht!

Gastbeitrag von Janet Beyer-Laus

„Liebt mich so wie ich bin“ ein Gastbeitrag von Pjonga

Liebe Mama, lieber Papa

Ich sehe die Welt anders als ihr, ich rieche, schmecke und fühle anders als ihr. Ich verstehe viele Dinge nicht. Warum ärgert ihr euch wenn es regnet? Ändern könnt ihr es doch eh nicht. Wieso sagt ihr Tante Anna nicht das sie in diesem Kleid schrecklich aussieht, wenn sogar euch der Anblick stört?

Andere sagen ich bin nicht normal. Aber was ist normal? Kalle mag keine Bananen und Luisa hat blonde Haare, ganz im Gegensatz zum Rest ihrer Familie.

Diese Welt ist so viel, so bunt, so laut, so voller Gerüche. Manchmal wird das alles zu viel. Ich weiß selbst nicht wieso, aber dann tut es weh, dann geht nichts mehr, ich möchte dann nur noch meine Ruhe. Es tut dann weh, in meinem Kopf, in meinem Körper.
Manchmal tue ich mir selbst weh um den Schmerz aus meinem Körper zu bekommen. Manchmal schreie ich so laut ich kann.

Papa schimpft wenn er sich mit dem Hammer auf den Finger haut, ich glaube das macht er auch um den Schmerz zu vertreiben, aber mein Schmerz kommt von tiefer, mein Schmerz bleibt, so lange bis ich meine Ruhe habe. Fass mich bitte nicht an, das tut weh, auch wenn es sanft ist. Du kannst es versuchen, aber wunder dich nicht wenn ich dich schlage, denn dann vervielfacht es meinen Schmerz.

Ich bin nicht gefühllos, ich liebe dich Mama und auch Papa, ich hätte gerne Freunde, aber ich verstehe nicht was euch bewegt, es ist anstrengend euch zu zuhören, und überfordert mich.

Wusstet ihr das die Augen der Spiegel zur Seele sein sollen? All eure Emotionen drückt ihr mit euren Augen und eurem Gesicht aus, da ich meine schon nicht verstehe, kann ich eure gar nicht einschätzen, es sei denn sie sind sehr klar. Wisst ihr eigentlich wie oft ihr etwas sagt und etwas anderes meint? Das Wetter ist blöd, wie kann es blöd sein, es ist das Wetter? Wann ist eigentlich gleich? So geht es den ganzen Tag.

Wenn ich nicht mit euch spreche, dann tue ich das nicht weil ich es nicht will, aber wie soll ich all das was mich bewegt in Worte fassen die ihr versteht? Wie kann man das Gefühl beschreiben wenn ein Sonnenstrahl auf die Haut scheint und dabei ein leichter Luftzug die Härchen am Arm aufstellt? Wie soll ich euch sagen das ich manchmal kaum atmen kann weil alles zu viel ist?

Bitte liebt mich wie ich bin. Ich brauche euren Schutz vor dem Chaos da draußen, ich brauche euer Verständnis und eure bedingungslose Liebe. Ich liebe euch, mehr als ihr glaubt, mehr als ihr jemals erfahren werdet. Bitte liebt mich auch. So wie ich bin.

„Offener Brief an Kerri Rivera“

Kerri,
warum raten Sie Eltern, an erster Stelle ein Produkt zu verwenden, das von der FDA verurteilt worden, in vielen Ländern zur „Behandlung“ verboten und in anderen nicht zum Verkauf zugelassen ist? Damit fordern Sie Eltern auf, das Gesetz zu brechen.
Warum führen Sie Eltern auf die Webseite FDA.org, wo behauptet wird, MMS sei sicher, wo doch die offizielle Webseite der Food and Drug Administration FDA.gov ist, die zeigt, dass MMS nicht sicher ist?
Warum setzen Sie Lügen in die Welt, autistische Kinder hätten Parasiten, wo Labortests sich als negativ erweisen und zeigen, dass Sie falsch liegen?
Warum lassen Sie Eltern MMS, Medikamente gegen Parasiten und andere Drogen bei ihren Kindern ohne ärztliche Überwachung oder Tests in Kontrollgruppen, die zeigten, dass Ihre Methode wirkungsvoll sei, anwenden?
Warum leiten Sie Eltern an, die ATEC-Skala zu verwenden, um den Fortschritt ihrer Kinder zu messen, wo Sie doch ganz genau wissen, dass diese kein diagnostisches Werkzeug ist und die Ergebnisse fast vollständig von Alter, Intervention und Therapie abhängen, was Sie in Ihren Anwendungsplänen ja auch angeben?
Warum behaupten Sie, Ihr Sohn sei von Autismus geheilt, während Sie einräumen, dass er immer noch erhebliche Sprech- und Sprachverzögerungen und -schwierigkeiten hat?
Warum behaupten Sie, Sie könnten Eltern in allen Gesundheitsfragen, die bei Ihrer Vorgehensweise auftreten, Rat geben, und doch eine Ausschlussklausel haben, die besagt, dass Sie nicht die Verantwortung trügen, wenn etwas verkehrt läuft?
Warum behaupten Sie, Ihre Behandlung sei nicht teuer, doch alle Eltern werden aufgefordert, 100 US-Dollar für Ihre Konsultationen zu zahlen, um einen „persönlichen“ Behandlungsplan zu erstellen, dazu noch die Mehrkosten für andere „erforderliche“ Medikationen, die empfohlen werden?
Wie können Sie Eltern ermuntern, ihren Kindern bis zu fünf MMS-Einläufe pro Tag zu geben, wo man weiß, dass regelmäßige Einläufe ein Kind davon abhalten, eine normale Peristaltik zu entwickeln?
Wenn Sie die Einträge von Personen auf cd autism über Kinder mit chemischen Verätzungen, Verbrühungen, Flecken und extremem Verhalten aufgrund von MMS/CD sehen, wie können Sie sich da nicht schuldig an dem fühlen, was diese Kinder durchmachen?
Wie können Sie noch ruhig schlafen, wenn Sie wissen, dass MMS das Potential hat, Entzündungen von Zellen hervorzurufen, und dass jede dieser Zellen kanzerös entarten kann?
Ich glaube nicht, dass Sie von der Genesis Church „gehirngewaschen“ sind. Ich glaube nicht, dass Ihr Produkt Menschen „heilt“. Ich glaube, dass Sie wie Jim Humble und Ihr „Handlanger“ Kalcker die Kranken und Verzweifelten um des Ruhmes, des Geldes und der Nachfolge eines Gottgleichen willen ausnutzen.
Humble hat behauptet, Kranke zu heilen, die aber zu Beginn gar nicht krank waren, und Sie tun das ebenfalls. Autismus ist keine Krankheit, er ist eine neurologische Behinderung. Tatsächlich können viele dieser Kinder später führende Wissenschaftler, Astronauten, Ingenieure, Schriftsteller und andere Fachleute werden, die Sie nie als behindert einstufen würden. Kinder mit Autismus erreichen ihre Entwicklungsziele häufig später als neurotypische Kinder, aber sie erreichen sie. Wie können Sie es WAGEN, zu unterstellen, jedes „unbehandelte“ Kind werde in einem Heim enden? Sie wissen ganz eindeutig NICHTS über Autismus. Bitte stoppen Sie die Einläufe, hören Sie mit dem Vergiften auf, stoppen Sie das Leid, und machen Sie sich erst mal selber kundig.

Jim Stumble

ist zum weiterverteilen gedacht 😉

Autismus und AD(H)S – Was ist das überhaupt? mit Holger Klein (16.05.2014)

http://mediathek.rbb-online.de/fritz/blue-moon?documentId=21373892

sehr hörenswerter beitrag über beides, lebensnah und mit sehr vielen praktischen beispielen von Denise Linke, vom krabbeln lernen oder auch ncht, über kommunikation, muß man wirklich mit einer frage reagieren, wenn man etwas erzählt bekommt? über diagnosen und fehldiagnosen

die reaktionen von holger klein sind an manchen stellen klasse 😀

OMG ich fühle mich grade voll ertappt, beim teil über das beenden des gespräches *lacht*

spannend auch der teil von Martin, der einer der ersten war, die einen job bei SAP bekommen haben, über die beschäftigung bei SAP und wie das von innen wirklich abläuft

zum thema mit der mutter von dem adhs kind…*tiefseufzt* ich bin so lange und intensiv in dem thema drinne und es ist einfach berührend, die ängste und befürchtungen, einer mutter zu hören, die grade frisch mit allem konfrontiert ist

ich wünsche der mama von ganzem herzen, das sie möglichst schnell eine elterngruppe/fb gruppe/forum/shg findet, um nicht mit all dem, was noch auf sie zukommt, alleine zu sein

zu sebastian:

er macht in meinen augen, einen ganz klassischen fehler, er verwechselt ursache mit wirkung, er fragt nicht nach, ob der alte herr, der da so sprachlos-einsam in seinem dachgeschoss saß, das so wirklich frewillig tat, oder weil er nie erfahren hat, warum das so ist

wer tatsächlich behaupten will, das es ein wirtschaftliches interesse an den steigenden diagnosen bei adhs und autismus gibt, der sollte sich mal ein paar stunden mit einer mutter unterhalten, die versucht zt. über jahre hinweg, hilfe zu bekommen, einen schulbegleiter zu bekommen, nachteilsausgleiche in einem bestimmten schulfach, einen platz auf einer schule mit kleineren klassen, oder auch nur das verständnis und den respekt einer lehrerin

wer unterstützen möchte: http://www.startnext.de/nummer-magazin

Miteinander, einfach mal jemand fragen der damit lebt!

Forschung über, oder Forschung gemeinsam mit den Betreffenden?

Der neue Artikel von Innenwelt hat mich auf diese Idee gebracht. Insbesondere, weil zu Zeitpunkt als das veröffentlicht wurde, zwei ganz unterschiedliche Studien meine Aufmerksamkeit hatten, am gleichen Tag.

Die erste fand ich auf facebook verlinkt und da ich den Ansatz als sinnvoll empfand, wollte ich dem Verfasser eine weitere Möglichkeit geben, mehr Teilnehmer zu bekommen, schrieb ihn an, und teilte ihm mit, wo sich noch ein Forum mit etlichen Asperger Autisten befindet.

Hallo,
mein Name ist Timo Lorenz. Ich bin zurzeit Masterstudent in Psychologie an der Freien Universität Berlin. Meine Masterarbeit im Arbeitsbereich Arbeits-, Berufs- und Organisationspsychologie ist zum Thema „Asperger und Berufsinteressenprofile“ geplant und daran anschließend soll meine Promotion zum Thema „Berufseinstiegshürden für Asperger“ beginnen.
Das Thema Asperger und Arbeit interessiert mich, da ich in meinem Bachelor an der Freien Universität viele Praktika im klinischen Bereich absolviert habe und mir z.B. bei meiner Arbeit in der Autismussprechstunde der Charité auffiel, dass Arbeit, Arbeitslosigkeit und Hürden der Arbeitswelt bei Aspergern häufig ein Thema sind und hier ein Bedarf für Forschung und praktische Anwendungen besteht.Es würde mir sehr helfen, wenn Sie den Link zu meiner Datenerhebung für die Masterarbeit verlinken oder weitersenden könnten. Es handelt sich nicht um eine klinische Studie, sondern um eine Studie zu Stärken und Berufsinteressen, die auf der Idee der Neurodiversität basiert.

Der Link zur Studienteilnahme ist: http://ww3.unipark.de/uc/Neurodiversitaet/

Sollten Sie noch Fragen zu mir oder der Studie haben, stehe ich Ihnen natürlich gerne unter der E-Mail Adresse timolorenz@zedat.fu-berlin.de zur Verfügung.

Vielen Dank für Ihre Hilfe und freundliche Grüße,
Timo Lorenz

Ich würde mich freuen, wenn sich auf diesem Wege, noch ein paar Teilnehmer mehr zum mitmachen würden.

Auch die zweite Studie war auf facebook verlinkt,

http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article114640196/Neuer-Risikofaktor-fuer-Autismus-identifiziert.html

und ich klebte ad hoc sozusagen unter der Decke (RW) , bei den metergroßen logischen  Löchern in  dieser These.

Jeder der auch nur ein bißchen Ahnung von Mißhandlung und Mißbrauch und ebenfalls von ADHS und Autismus hat, weiß das Kinder und Jugendliche mit ADHS und Autismus, ungeschützt, ohne wache und geschulte Eltern und Lehrer, ganz oben auf der Leiter der gefährdeten Personen stehen.

Wer als Forscher noch ein wenig Restintelligenz besitzt, dem ist auch klar, das da draußen noch ziemlich viele Frauen ohne Diagnose rumlaufen, zt. weil sie wirklich subklinisch sind, und ihre autistischen Züge nicht für eine Diagnose ausreichen, zt. aber auch, weil diese Frauen oft erst durch ihre Kinder überhaupt auf die Idee kommen, das sie selbst gar nicht so anders sind.

http://archpsyc.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1666655

participants included 451 mothers of children with autism and 52 498 mothers of children without autism

haben die da irgendwas übersehen? Zum Beispiel das man, bei Studien über Autismus ein Gleichgewicht wahren sollte? Oder gar, das man vielleicht erstmal die Mütter (und Väter) untersuchen sollte? Wo ist die Referenzgruppe der definitiv nachgewiesen, normneurotypischen Mütter die als Kinder mißhandelt oder mißbraucht wurden?

Es mag ja an meinen autistischen Zügen liegen, aber für mich ist das kein wissenschaftlich sauberes Arbeiten! Das ist blindes Nachjagen, nach dem Trend, der das Wort „Autismus“ auch in den Medien mitllerweile für alles mögliche gebraucht, was damit überhaupt nichts mehr zu tun hat!

Diese Studie ist exakt so unsauber aufgesetzt, wie die hier:

a http://www.welt.de/gesundheit/article111517561/Feinstaub-erhoeht-offenbar-Risiko-fuer-Autismus.html

 

Tolle Studie, und wer hat die Eltern befragt, zu den Gründen, warum sie dort leben? Gibt es dort eventuell bessere Ärzte für Autismus? Bessere Schulen? Vieleicht auch nur andere Autisten, damit man selbst nicht immer so alleine ist, damit die Kids wenigstens eine Chance haben, eine/n andere/n autistischen Freund zu finden? Jemand der nicht nervt und ständig sozialisieren möchte, im Schwimmbad oder in einer Disco, sondern der, mit sehr viel Glück, eins der eigenen Si teilt, mit dem man konzentriert an einem Thema arbeiten kann, ohne ständig labern zu müssen….

Ach ja, ich hatte dem Verfasser der ersten Studie ja noch versprochen, den Link zu dem Artikel hier zu schicken, im Austausch dafür, das ich unsere anfänglichen Verständigungsschwierigkeiten hier thematisieren darf.

Ich schickte Timo also eine kurze Mail, wo noch ein Forum mit Aspergern ist….

und bekam die Antwort:

vielen Dank für die Einladung. Ich würde mich freuen, wenn Sie den Post in
dem Forum machen würden (ich habe das Anschreiben und Link in der
Word-Datei angehängt).
Ich empfinde es immer als sehr unhöflich, wenn man neu in ein Forum kommt
und eine Anfrage postet. Das hat für mich etwas von einer Person, die an
der Tür klingelt und einem einen Fragebogen ins Gesicht hält.
Wie sehen Sie das?

Ich sah das definitiv GANZ anders, zumindest nachdem ich meinen ersten impuls „ja, bin ich denn deine Sekretärin?!“ besiegt hatte und massive Schwierigkeiten, für unseren Forscher am Horizont und antwortete sehr vorsichtig folgendermaßen

nachdem ich jetzt 30 min darüber nachgedacht habe, ob die Frage ernstgemeint ist :
anders
erfahrungsgemäß ergeben sich aus solchen Studien oft nachfragen, wie eine Frage gemeint ist, wo und wann man die Ergebnisse nachlesen kann, und wer sich jetzt beteiligen darf (validierte Diagnose oder nicht? was ist mit Menschen die zusätzlich eine adhs diagnose haben? Hannover spricht da immerhin von 15% der adhs die auch die vorausetzungen für eine as Diagnose erfüllen), ob es ein Alterslimit gibt etc

ich kann nur für mich sprechen, und ich bin „nur“ adhs mit autistischen zügen, aber für mich wäre es höflich, wenn sich der Verfasser der Studie auch im Forum diesen Fragen stellt.

Die Antwort ließ mich staunen:

Vielen Dank auch für die Rückmeldung zu meiner Frage. Ein anderer Blickwinkel auf die Sache hilft mir sehr. Ich denke, dass sich mein Standpunkt daraus ergibt, dass wir Psychologiestudenten/Psychologen während des Studiums an sehr vielen Testungen teilnehmen müssen und man hierdurch sehr sensibel gegenüber Anfragen wird und diese bisweilen hin sogar als störend empfindet.
Der Punkt den Sie darstellen lässt sich gut nachvollziehen und war bei mir gar nicht im Gedankengang, da bei meiner Studie eine möglichst breite Stcihprobe von Interesse ist, da ich mich extra bewusst gegen eine zu spezifische Stichprobe, z.B. nur offizielle Diagnose vorhanden, Arbeit im IT Bereich etc., entschieden habe um so eine möglichst gute Abbildung des gesamten Spektrums zu bekommen.

Meine erste Frage war: warum zur Hölle erwähnt er das nicht, in seinem Text? Er hat doch mit Aspergern gearbeitet, er müßte doch wissen, das noch nicht diagnostizierte dann seinen Fragebogen nicht ausfüllen werden?

Die zweite und wohl persönlichere war: wie kann jemand Statistik und Test nicht mögen?

Vieleicht ist das meins,…ich habe eine vergleichbare Ausbildung gemacht und ca. 20 Jahre  jeden aus meinem Bekanntenkreis, der nicht bei drei geflüchtet war, durch alle Tests gejagt, die ich kannte, vielleicht ist DAS TOM, ich kann definitiv nicht nachvollziehen, das jemand einem Test wiederstehen kann (und natürlich der anschließenden Analyse des Tests an sich auch) .

Das Fazit aus diesem Artikel: Leute, die Forscher, redet mit uns und nicht nur über uns. Wir haben schon genug mit dem unkritischen Gebrauch des Wortes „Autismus“ in den Medien derzeit zu kämpfen, Konstrukte die die „Kühlschrankmutter“ aka „Feinstaub“ , es ist alles paar Jahre ein neuen angeblicher Auslöser, und ihr belastet nur die Famlien damit, nützen euch nicht als Wissenschaftlern und und uns nicht als Betroffenen!

Setzt euch mit uns zusammen, entwickelt wie Timo, die Studien mit uns als Betroffenen zusammen, geht in den Dialog, davon werden beide Seiten profitieren!

innerwelt

Gestern war der letzte Tag. Elterntraining. Es entbehrt ja nicht einer gewissen Ironie, dass eine Autistin zu einem Elterntraining geht, um zu lernen besser mit ihrem autistischen Kind umzugehen. Ich hatte meine Gründe 😀 und ganz umsonst war es ja nicht.

Ich habe sehr viele Eindrücke mitnehmen können. Es ist schon interessant zu hören, welche Fragen Angehörige zu ihrem autistischen Kind haben. Viele der Artikel, die ich in den letzten Wochen geschrieben habe, sind aus diesen Fragen entstanden.
Es war auch erstaunlich zu hören, das ich wohl vieles bei meinem autistischen Kind instinktiv richtig gemacht habe. Oder war es wirklich Instinkt… Vielleicht doch das Wissen, das ich das genauso brauche oder zumindest warum er das so braucht?

Gestern wurde ein interessantes Thema angeschnitten.
Das spiegeln und das Grenzen setzen und warum Autisten manchmal ein Gegenüber brauchen.
Ich habe gestern einiges mitbekommen, aber nicht alles. Mir war gestern unwohl und war…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.166 weitere Wörter

Emotionen, Gefühle und Empathie, die Verwirrung durch Sprache

Inspiriert vom ersten Kommentar unter dem heutigen Artikel von http://quergedachtes.wordpress.com/2013/03/10/autismus-emotionen-haben-ist-nicht-schwer/ möchte ich meine eigenen Gedanken zu dem Thema schildern.

Ich finde die Bilder, mit denen die Person, die dort beschrieben wird,  ihre Gefühle beschreibt, erheblich exakter, als die üblichen Bezeichnungen. Das hat mich schon als Kind verwirrt, konnte ich doch beobachten, das ganz unterschiedliche Reize bei anderen Menschen, für mich kurioserweise, ähnliche beobachtbare Reaktionen auslösten, die mit bestimmten Worten benannt wurden. Und zwar mit Worten, die nach meiner Wahrnehmung ärgerlich unexakt waren.Der Zusammenhang zwischen Reiz und Reaktion, war für mich, als Kind durchaus nicht immer ersichtlich und ist es manchmal bis heute nicht. Für mich besteht ein Gefühl immer aus einem Satz an auslösenden Reizen, Grundstimmung und Interaktion.

Sprich: mich verwirrte die Frage eines Gegenübers, ob ich „wütend“ sei, eher, als sie mir zu Klarheit verhalf, berücksichtigte die Frage doch 3/4 des Sachverhaltes (eben wodurch, wie lange, wie intensiv, ob nur in mir selbst, z.B. weil mir etwas nicht gelingen wollte, oder aufgrund der Interaktion mit einem Mitmenschen)  nicht angemessen präzise. Und auch für mich war die Aussage, das jemand „traurig sei“ unvollständig, da mir ja nicht mitgeteilt wurde, warum.

Zusätzlich war es erlaubt die beobachtbare Wahrnehmung mancher Gefühle bei anderen Menschen anzusprechen, die anderer (für mich) ebenso beobachtbarer Gefühle aber nicht.Und auch bei der Äußerung meine eigenen Gefühle, wurde ich beständig verwirrt, in dem manchmal der Ausdruck eines Gefühls akzeptiert wurde, und in einem anderen Zusammenhang die Äußerung des gleichen Gefühls als sozial ungangemessen bewertet wurde.

Es wäre, für mich als Kind, ausgesprochen hilfreich für mich gewesen, damals schon mal was von Theory of Mind gehört zu haben. Ich glaube nämlich nicht so wirklich an die These, das Autisten die Gefühle anderer nicht wahrnehmen können, ich glaube das eine feinere Wahrnehmung (Stichwort: Intense World Theory) im Laufe der frühen Sozialisation, dazu führt, das Konfusion entsteht.

Aber gehen wir erst mal auf die Suche, nach der Definition der Wörter:

Schon beim Wort Gefühl streikt wikipedia und gibt mir eine Vielfalt von Möglichkeiten zur Auswahl, vor der ich einen Moment  lang verwirrt und sprachlos sitzen bleibe.

http://de.wikipedia.org/wiki/Grundgef%C3%BChl

http://de.wikipedia.org/wiki/Emotion

Spätestens nach der Lektüre des zweitens Wikipedia Artikels, ist meine Sprachverwirrung, wie so oft, wenn es um Gefühle geht,  mal wieder komplett und ich entscheide mich dazu, die Definition zu verwenden, die auch Quergedachtes in seinem Artikel als gemeinsame sprachliche Basis definiert hat:

„Wissenschaftlich gesehen ist eine Emotion eine psychologische und physiologische Reaktion auf eine bewusste oder unbewusste Wahrnehmung einer Situation oder eines Objektes. Einfach ausgedrückt: Wir nehmen etwas bewusst oder unbewusst wahr und reagieren sowohl körperlich als auch mit unserer Psyche darauf. Als Gefühl bezeichnet man dann die „gefühlte“ Wahrnehmung dieser Reaktionen.“

Jeder Mensch, egal ob Autist oder NA, lernt im Laufe seiner Kindheit mit dem Spracherwerb (und dabei ist es, meiner Meinung nach, egal ob der aktiv zweiseitig oder nur einseitig passiv erfolgt, wie man am eindrucksvollem Beispiel von http://www.youtube.com/watch?v=pAgpyfn7kkQ , Carly Fleischmann – mit deutschen Untertiteln, einer nonverbalen Autistin sehen kann) die Wahrnehmung von Emotionen, zuerst bei sich, später je nach Wahrnehmung eben auch bei den Bezugspersonen,  das wahrgenommene Gefühl mit bestimmten Worten seiner Muttersprache zu verknüpfen.

Hypothese:

Wenn ein Kind aber, auf der einen Seite eine wesentlich feiner? schneller?  getaktete Wahrnehmung hat und auf der anderen Seite, die NA Bezugspersonen nur die Hälfte, oder noch weniger an Input von Seiten des Kindes, bewusst wahrnehmen, und gleichzeitig ebenfalls, nicht alle ihre eigenen Emotionen auch bewusst wahrnehmen, kann das, meiner Meinung nach, auf beiden Seiten, nur zu erheblicher Verwirrung und Fehlschlüssen bezüglich der Begrifflichkeiten führen.

Ein Beispiel, was immer gern zitiert wird, ist das dass „Soziale Lächeln“ angeblich angeboren ist. Dem stehen aber diese Forschungsergebnisse hier klar entgegen: http://www.3sat.de/page/?source=/wissenschaftsdoku/sendungen/161504/index.html

„Die Babys der Bara zeigen ein noch unglaublicheres Mimik-Phänomen: Sie lächeln im ersten Lebensjahr nicht und lernen es erst später im Spiel mit älteren Geschwistern. Ganz anders als bei uns vermeiden die Mütter den direkten Blickkontakt und belohnen nicht jeden Fortschritt mit einem Lächeln. Leistung ist für die Kleinen egal – und viel Hautkontakt sorgt für Zufriedenheit. “

Ganz offensichtlich scheint, dieses als im Europäischen Kulturkontext als angeborenes und damit, wenn fehlend, als Zeichen für eine frühe Fehlentwicklung gedeutete Verhalten, weit weniger angeboren zu sein, als ursprünglich angenommen.

Mir fehlen bei der, von der Forschung behaupteten, und dem Trivialjournalismus so gerne abgeschriebenen, angeblichen Empathieunfähigkeit auch immer die Versuche, wo Autisten eben mal nicht gegen ein NA Klientel getestet werden, sondern gegen andere Autisten.

Wo findet man die Versuche, in denen NA die Gesichter von Autisten deuten müssen? Wo ist der Test, der einer NA Testperson abverlangt, ein Gefühl z.B. von der Darstellung der Mundpartie (analog zu diesen Augenpartietests in denen ich meistens keine der 4 vorgegebenen Antwortmöglichkeiten wählen würde) ohne Augen abzulesen?

Ich habe persönlich einige Erfahrungen gemacht, die mich zu dieser Theorie gebracht haben:

Zum einen,  war meine (pur ADHS und laut KJP hyperempathische) Tochter des öfteren bei den real life Treffen mit anderen diagnostizierten Autisten ganz verschiedenen Alters dabei, und hatte ebenfalls Schwierigkeiten, deren angeblich fehlende Mimik zu entdecken, sie bemerkte nur als Rückmeldung, das die von ihr beobachtete Mimik „leiser, feiner, schneller“ war.

Im Gegenzug war mir als Mutter schon früher bewusst, das meine Tochter, im Gegensatz zu mir, die Gefühle an anderen Menschen auch während der aktiven Beteiligung an einer Unterhaltung, wahrnehmen konnte und zwar erheblich detaillierter als ich selbst, die das nur schafft, wenn ich in einer reinen Beobachterposition bin.

Sobald ich selbst aktiv an einer Unterhaltung beteiligt bin, ist die Geschwindigkeit oder vielleicht der zusätzliche Aufwand an bewusster Konzentration, die ich aufwenden muss, um überhaupt zu erkennen, wann ich sprechen darf, über was und wie lange, so groß, das die Genauigkeit der passiven Wahrnehmung der beobachtbaren Gefühle meines Gegenübers zumindest nachlässt.

Unter Umständen, wenn da grade ein Thema berührt wird, was mich extrem interessiert (Stichwort  http://realitaetsfilter.com/tag/spezialinteressen/ ) und/oder was eine intensive Gefühlsreaktion bei mir auslöst, muss mein Gegenüber dann schon ziemlich massiv werden, um mich dann zum Schweigen zu bringen.

Zum anderen hatte ich mit meiner Tochter,  einige ausgesprochen interessante Sitzungen mit einem (fachlich in seinem Gebiet durchaus kompetenten und erfahrenen) älteren  NA Erziehungsberater, der allerdings von ADHS und AS keine Ahnung hatte.

Im Laufe dieser Sitzungen ergaben sich etliche Situationen, wo eine Interaktion, die Wahrnehmung der Mimik eines Gefühls, die meine Tochter durchaus korrekt wahrgenommen hatte, die aber von dem Berater völlig falsch interpretiert wurden.

Zunächst waren wir beide verärgert, aber als diese Missverständnisse öfter passierten und sich ein Muster zu ergeben schien, zunehmend auch fasziniert von dieser Tatsache; und gewöhnten wir uns an, nach den Sitzungen noch einen Kaffee trinken zu gehen, und unsere Beobachtungen zu vergleichen.

Und ohne Anspruch auf Wissenschaftlichkeit, erschien es uns so, als ob zumindest eine mögliche Antwort, auf  die Quelle der entstehenden Kommunikationsschwierigkeiten, in einem Zeitfaktor lag.

Von einer komplexen Mischung an Emotionen und von uns bewusst dazu wahrgenommenen Gefühlen, bekam der gute Mann, nicht mal die Hälfte mit, wertete sie dann auch noch nach NT Maßstäben (grade was z.B. Köpersprache und Augenkontakt angeht) und lag dann im Ergebnis komplett meilenweit daneben.

Und was mich ungemein interessieren würde:

http://www.stern.de/wissen/mensch/verhaltensforschung-erst-wird-geholfen-dann-geteilt-1708406.html

funktioniert dieser Versuch auch, wenn auf der einen Seite ein  Schimpanse und auf der anderen ein Bonobo sitzt?

http://de.wikipedia.org/wiki/Schimpansen

Die Schimpansen (Pan) sind eine Gattung aus der Familie der Menschenaffen (Hominidae). Schimpansen sind die nächsten lebenden Verwandten des Menschen und bewohnen das mittlere Afrika. Die Gattung teilt sich in zwei Arten, den Gemeinen Schimpansen (Pan troglodytes) und den Bonobo oder Zwergschimpansen (Pan paniscus).

Also eine Gattung, mit zwei Arten, die sich ganz erheblich bezüglich ihres Sozialverhaltens, aber nur minimal bezüglich ihres Aussehens, unterscheiden:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeiner_Schimpanse#Sozialverhalten

http://de.wikipedia.org/wiki/Bonobo#Sozialverhalten

Ich habe beim über den Tellerand schauen in die Primatenforschung, nämlich noch ein interessantes Bruchstück gefunden:

http://www.stern.de/wissen/mensch/wahrnehmung-gesichtserkennung-klappt-nur-unter-artgenossen-1577844.html

Mein persönlicher Held auf dem Gebiet der Mimikforschung ist natürlich, neben Sammy Molcho mit seinen Arbeiten zur Körpersprache, seitdem ich das erste Mal „Lie to me“ gesehen hatte, das reale Vorbild zur Serie:  Paul Ekman, hier findet man eine sehr interessante Sendung zum Thema Mimik und Gesicher lesen können:

http://www.3sat.de/mediathek/index.php?display=1&mode=play&obj=29865

Grade dieses Konstrukt des „thruth wizzard“ fasziniert mich, ich glaube allerdings nicht daran, das es nur 50 von denen weltweit gibt, ich würde eher vermuten, das eine beträchliche Menge natürlicher „“thruth wizzard´s“ sich derzeit hinter den Diagnosen ADHS und AS  befinden, nicht wissend, das die Wahrnehmungen von denen man ihren als Kinder erzählt hat, das sie nicht stimmen, völlig korrekt waren und ihre Bezugspersonen eigentlich die mit den verdrängten Gefühlen, unterhalb ihrer eigenen Bewußtseinschwelle und der mangelhaften Wahrnehmung waren.

Klarheit über meine Thesen würde wohl nur eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Verhaltensforschern die mit Primaten (da wirklich speziell diejenigen die mit Schimpansen und Bonobos arbeiten, weil man da auch erste Verschiedenheiten z.B bezüglich der Ausschüttung von Testosteron gefunden hat) arbeiten, Spezialisten wie Ekman und den führenden Forschern auf dem Gebiet von Autismus und ADHS bringen.