wenn du zu viel spürst

Weißt du, wenn du zu viel spürst und die Grenzen zwischen dir und der Welt einfach zerfließen, dann ist es wichtig mit dir alleine zu sein.

Finde einen Raum, der nur dich umhüllt, der nur dich sanft geborgen daran erinnert, wer du bist – tief in dir.

Weißt du, wenn du Tränen weinst, die eigentlich nicht deine sind, wenn du eine Traurigkeit spürst, die nicht aus dir heraus, sondern in dich hinein geflossen ist, dann ist es wichtig aufzutauchen und Luft zu holen – weit über den Wellen des Ozeans, weit über den Wolken des Seins, damit du wieder Klarheit atmen kannst. So blau wie der Himmel, so rein wie ein Bergsee im Abendlicht.

Gefährlich allein ist der Vergleich.
Du bist nicht so wie „die anderen“.

Ja, du spürst intensiver, du fühlst mehr, du bist empfänglicher für all die vielen Nuancen und Zwischentöne des Lebens.
Deshalb bist du schneller erschöpft.

Sei nicht so hart zu dir selbst. Du bist wundervoll.

Weißt du, du bist ein Geschenk für die Welt, aber nur wenn du dich nicht von der Welt verschlingen lässt, wenn du bei dir bist, wenn du Freiheit atmest.

Erlaube dir so sein zu dürfen wie du bist, dann brauchst du nicht mehr um Erlaubnis betteln.

Erlaube dir, in deinem eigenen Tempo, zu gehen.

Erlaube dir du zu sein, mit allem was dich ausmacht, mit allem was du bist, mit allem was du brauchst, um dich zu spüren.

ein gastbeitrag von Janet B.

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und direkt der nächste unfug

https://www.change.org/p/tescos-hackney-autistic-people-are-not-locked-in-stop-tescos-hosting-the-glass-box-lock-in?source_location=minibar

als ob es irgendwem hilf autismus zu verstehen, wenn man jemand 50 stunden in eine glasbox  inmitten eines supermarktes stopft…

Offener Brief an Herrn Hüppe CDU/CSU

innerwelt

Sehr geehrter Herr Hüppe,

auf Facebook hatte ich die Diskussion über das „Fachgespräch der AG Gesundheit der CDU/CSU Bundestagsfraktion zum Thema *Autismusversorgung stärken*“ mitbekommen.
Dort hatten sie dazu aufgerufen, Ihnen Alternativen zur ABA/AVT Therapie zuzusenden.

Zunächst begrüße ich die Möglichkeit, diesbezüglich schriftlich mit Ihnen in Kontakt treten zu können, da mir als Autistin direkte Kommunikation schwer fällt. Die schriftliche Kommunikation wird daher von vielen AutistInnen bevorzugt und da liegt nachweislich eine unsere Stärken. Nur wenige können, mit gewissen Einschränkungen, mehr leisten. Soweit ich weiß, hatte ein Mitstreiter von mir auch seine Gesprächsbereitschaft signalisiert, wurde aber wieder ausgeladen. Schade, denn er hätte sehr viel zu diesem Thema aussagen können.

Bevor ich jedoch Ihrer Bitte nachkomme, möchte ich Ihnen kurz erklären, warum die Gemüter mancher AutistInnen speziell zu diesem Thema so hochkochen.
Das ist notwendig, damit Sie auch alles weitere verstehen können.

Auch ich kenne das Programm das speziell Autismus…

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Heute schweigen wir!

innerwelt

Am heutigen Weltautismustag schweigen wir Autist*innen und Eltern autistischer Kinder, denn auch heute wird uns die Stimme genommen. Organisationen wie Autism Speaksund nichtbehinderte Menschen, die für uns sprechen, sind am Weltautismustag besonders laut.

Oft vermitteln diese zudem ein Bild von Autismus, das weit entfernt von jenem ist, das Autist*innen von ihrem Autismus haben. Autismus wird als schweres Schicksal für die Familien dargestellt und eine möglichst vollständige „Heilung“ als das Ziel angesehen.

Fragt man Autist*innen, haben diese hingegen oft eine ganz andere Sichtweise. Sie wünschen sich zuallererst einmal Akzeptanz; und als Förderung dann Hilfen, um in der nicht-autistischen Welt zurechtzukommen.

Die für das Verständnis existentiell wichtige Innensicht können nur Autist*innen selbst vermitteln. Nonverbale Autist*innen und auch Kinder können oft nicht für sich selbst sprechen. Umso wichtiger ist es, dass andere Autist*innen, die dazu in der Lage sind, gehört werden.

Dabei gilt immer: Kennt man einen autistischen Menschen, dann kennt man…

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Warum ein Pinguin keine Giraffe werden kann

absolut richtig

insideaut

Wahrscheinlich wird das kein besonders netter Beitrag, ja vermutlich wird es einigen überhaupt nicht passen, doch mir ist es wichtig und ich wollte es schon lange los werden.

Als angehender Heilpädagoge habe ich die Chance das Thema Autismus von zweierlei Seiten zu betrachten. Doch es ist nicht immer ganz einfach, diese Perspektiven miteinander zu vereinen. Mein Studium ist zwar darauf ausgelegt, uns zu reflektierten und ganzheitlich arbeitenden Pädagogen auszubilden und ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten Pädagogen und Fachleute mit den besten Absichten handeln, jedoch stoße ich mich an einigen der uns vermittelten Methoden und Vorstellungen, wenn es darum geht, autistische Menschen zu begleiten und zu fördern.

Es gibt leider heute noch veraltete und falsche Ansichten darüber, was es bedeutet Autist zu sein. Keiner weiß das so genau, wie die betreffenden Menschen selbst, dennoch wird Wissen vermittelt, welches mit der Realität oft kaum etwas zu tun hat. In…

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Weißt du

Weißt du, wenn du zu viel spürst und die Grenzen zwischen dir und der Welt einfach zerfließen, dann ist es wichtig mit dir alleine zu sein.
Finde einen Raum, der nur dich umhüllt, der nur dich sanft geborgen daran erinnert, wer du bist – tief in dir.
Weißt du, wenn du Tränen weinst, die eigentlich nicht deine sind, wenn du eine Traurigkeit spürst, die nicht aus dir heraus,
sondern in dich hinein geflossen ist, dann ist es wichtig aufzutauchen und Luft zu holen – weit über den Wellen des Ozeans, weit über den Wolken des Seins, damit du wieder Klarheit atmen kannst. So blau wie der Himmel, so rein wie ein Bergsee im Abendlicht.


Gefährlich allein ist der Vergleich.


Du bist nicht so wie „die anderen“. Ja, du spürst intensiver, du fühlst mehr, du bist empfänglicher für all die vielen Nuancen und Zwischentöne des Lebens.


Deshalb bist du schneller erschöpft.


Sei nicht so hart zu dir selbst. Du bist wundervoll.


Weißt du, du bist ein Geschenk für die Welt, aber nur wenn du dich nicht von der Welt verschlingen lässt, wenn du bei dir bist, wenn du Freiheit atmest.


Erlaube dir so sein zu dürfen wie du bist, dann brauchst du nicht mehr um Erlaubnis betteln.


Erlaube dir, in deinem eigenen Tempo, zu gehen.


Erlaube dir du zu sein, mit allem was dich ausmacht, mit allem was du bist, mit allem was du brauchst, um dich zu spüren.